Angst vor dem Abstellgleis

In Lugano und Bellinzona herrscht Euphorie über den Gotthard-Basistunnel –
doch die Gotthardregion befürchtet, abgehängt zu werden

Biasca, der alte Friedhof der Chiesa di Santi Pietro e Paolo.

Faido galt als «St. Moritz des Tessins». Jetzt fürchten die Bewohner, durch die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels noch mehr Touristen zu verlieren.-

In Biasca beim Bahnhof. Vom Tunnel profitieren die Regionen Lugano, Bellinzona und Locarno, aber nicht die Bergtäler.

Faido, Via Stazione, Bahnhofstrasse. Die Hotels Milano und Suisse haben schon bessere Tage gesehen. Geschlossene Fensterläden, bröckelnder Verputz, der Charme des Verfalls.

Bis zum Zweiten Weltkrieg galt der Hauptort der Leventina den reichen Mailändern als «St. Moritz des Tessins», zu den besten Zeiten gab es in Faido 32 Hotels. Nach dem Krieg blieben die Kurgäste aus Italien aus, seit der Eröffnung des Gotthard-Strassentunnels 1980 fehlen auch die Transitreisenden aus dem Norden. Die Belle-Epoque-Häuser wurden für immer geschlossen.

Charme des Zerfalls: Hotels am Bahnhofsplatz in Faido.

Charme des Zerfalls: Hotels am Bahnhofsplatz in Faido.

Casa Comunale, Gemeindehaus, Piazza Stefano Franscini 1. Gemeindepräsident Roland David sitzt am Tisch, an dem sonst der siebenköpfige Gemeinderat tagt.

Er befürchtet, dass Faido noch mehr von der Aussenwelt abgehängt wird, wenn im Dezember die ersten Schnellzüge durch den neuen Gotthard-Basistunnel brausen. Mit den stündlichen Direktzügen aus Zürich oder Basel ist es dann vorbei.

«Es ist paradox», sagt der CVP-Politiker. «Nach der Eröffnung des Tunnels werden wir mit der Bahn schwieriger zu erreichen sein als heute.» 15 bis 20 Minuten länger dauert dann die Fahrt nach Zürich.

Roland David, Gemeindepräsident von Faido: «Wir sind auf gewisse Weise bestraft.»

Roland David, Gemeindepräsident von Faido: «Wir sind auf gewisse Weise bestraft.»

Schuld sind die SBB. Ab dem Fahrplanwechsel Ende Jahr bieten sie nur noch einen stündlich verkehrenden Interregio-Zug vom Mittelland bis Erstfeld an. Dort müssen die Touristen aus dem Norden auf einen anderen Zug auf S-Bahn-Niveau umsteigen, um weiter nach Göschenen, Andermatt, in die Leventina und nach Biasca zu reisen.

Das wenig kundenfreundliche Angebot sei ein Problem für den Tourismus in der Gotthardregion, aber auch für die Pendler, die nach Süden und Norden wollten, sagt Roland David. «Wir sind auf gewisse Weise bestraft.»

Für Faido sieht Roland David schwarz. «Als das Schweizervolk über die Neat abstimmte, ging es darum, den Güterverkehr zu verlagern. Jetzt spricht man vor allem vom Personenverkehr», beklagt er sich.

Die vielen Personenzüge schränken aber die Kapazität des Basistunnels ein, was den Gemeindepräsidenten besorgt. «Das schlimmste Szenario für uns wäre, wenn der Personenverkehr untendurch fahren würde und der Güterverkehr obendurch. Das ganze Tal hat Angst, dass es so herauskommt.»

Die alte Bahnstrecke bei Faido: Wenn der Gotthard-Basistunnel öffnet, ist es vorbei mit den stündlichen Direktzügen aus Zürich oder Basel.

Die alte Bahnstrecke bei Faido: Wenn der Gotthard-Basistunnel öffnet, ist es vorbei mit den stündlichen Direktzügen aus Zürich oder Basel.

Die Eröffnung der Neat am 1. Juni ist ein Jahrhundertereignis. Noch nie konnte man die Alpen so schnell durchqueren wie jetzt. Und es ist ein wichtiger Schritt hin zu der in der Verfassung vorgeschriebenen Verlagerung des Schwerverkehrs von Grenze zu Grenze auf die Schiene.

Aber für die Leute, die über dem längsten Eisenbahntunnel der Welt wohnen, ist die Eröffnung mit Ängsten verbunden. Sie fürchten, dass sie noch mehr von der Aussenwelt abgeschnitten werden. Und dass noch weniger Touristen in ihr Tal kommen.

Biasca. Unmut über Bern und die SBB.

Faido. Das Gotthard-Gebiet möchte sich als Unesco-Weltkulturerbe bewerben. Aber das zuständige Bundesamt für Kultur zögert.

Im Dorfzentrum von Biasca. Der Hauptstrom der Reisenden zieht an der Leventina vorbei.

Biasca. Das Tessin müsse aufwachen, sagt Elio Frapolli, Direktor der Vermarktungsorganisation Tessin Tourismus.

Dass die Menschen im Gotthardgebiet mit ihrer Zukunftsangst nicht falschliegen, zeigt die Studie «Zürich–Gotthard–Mailand» auf, die vom Fachbüro Ecoplan im Auftrag der Stadt Zürich und der Kantone Schwyz, Tessin und Uri erarbeitet wurde.

Darin heisst es: «Die schnellere Verbindung führt den Hauptstrom der Reisenden am Urner Oberland und der Leventina vorbei.»

Während sich die Zusammenarbeit zwischen den Grossräumen Zürich und Mailand intensiviere, drohe den peripheren ländlichen Gebieten die zusätzliche Abwanderung und Überalterung. «Besonders gefährdet ist das Gotthardgebiet, das von den Bahntouristen durch die Neat künftig umfahren wird.»

Loris Galbusera, Gemeindepräsident von Biasca:  Keine Unterstützung vom Tessiner Regierungsrat.

Loris Galbusera, Gemeindepräsident von Biasca: Keine Unterstützung vom Tessiner Regierungsrat.

8000 Talbewohner verlangen nun in einer Petition, dass jeden Tag wenigstens zwei Schnellzüge, die durch den neuen Tunnel fahren, in Biasca einen zusätzlichen Halt einlegen. «Das würde Biasca, die Leventina und das Bleniotal besser an die Nordschweiz anbinden», sagt Loris Galbusera, neu gewählter Gemeindepräsident von Biasca. «Aber vom Tessiner Regierungsrat haben wir bisher keine wirkliche Unterstützung.»

Die Petition, über die bezeichnenderweise kein einziges Deutschschweizer Medium berichtet hat, wird demnächst in Bern eingereicht. Sie dürfte chancenlos sein. Zusätzliche Halte stören im schnellen Verkehr zwischen Nord und Süd.

Galbusera befürchtet nach der Tunneleröffnung eine weitere Abwanderung aus den Tälern nach Bellinzona oder in die Deutschschweiz. Und weniger Touristen. «Für die Leventina wird es wegen der schlechteren Zug­verbindungen schwieriger. Der Tourist will nicht umsteigen, um hierherzureisen», sagt der FDP-Politiker. Er vermag nicht zu sagen, ob der Tunnel gut oder schlecht ist für Biasca. «Wir müssen sehen.»

Der Hof Casa Cavalier Pellanda im alten Dorfteil von Biasca.

Der Hof Casa Cavalier Pellanda im alten Dorfteil von Biasca.

Casa Cavalier Pellanda, alter Dorfteil von Biasca. Im prächtigen Palazzo aus dem 16. Jahrhundert lässt sich an einer Podiumsveranstaltung zum Gotthard-Basistunnel der Puls der Talbevölkerung spüren. Unmut macht sich breit, über Bern, die untätige Regierung in Bellinzona. Die SBB hängten den oberen Kantonsteil ab, sagt eine Einwohnerin. Die alte Gotthard­strecke sei für die Menschen in der Leventina wichtig, um nach Luzern, Zug, Zürich zu gelangen, eine andere.

Flavio Crivelli, Regionalkoordinator Süd der SBB, beschwichtigt. Der befürchtete Abbau des zweiten Geleises sei nicht geplant, die Rückstufung der alten Strecke von einer Fernverkehrs- zu einer regionalen Linie sei nicht beabsichtigt. «Das wäre der Tod der Linie», weiss auch Crivelli, denn dann müssten die Kantone Uri und Tessin sie finanzieren, was sie überfordern würden. Der Umsteigehalt in Erstfeld sei zugegebenermassen eine Hürde, sagt Crivelli. Aber es sei eine kostengünstige Lösung.

Ob der Tunnel gut oder schlecht ist für Biasca, weiss  Gemeindepräsident Loris Galbusera noch nicht. «Wir müssen sehen.»

Ob der Tunnel gut oder schlecht ist für Biasca, weiss Gemeindepräsident Loris Galbusera noch nicht. «Wir müssen sehen.»

Wie man es besser machen könnte, zeigt die BLS. Seit der Eröffnung des Lötschberg-Basistunnels schickt sie pro Stunde und Richtung einen modernen Zug über die Strecke, ohne Umsteigen von Bern bis Brig. Am Wochenende sind die Züge voll, die Tourismusregionen Berner Oberland und Wallis, mit denen zusammen die BLS ein vorbildliches Marketing aufgezogen hat, florieren.

Bahnhof Biasca. «Es ist unbestreitbar, dass der Basistunnel die Attraktivität unseres Kantons verstärken wird», sagt Finanz- und Wirtschaftsdirektor Christian Vitta.

Die Schweiz müsse endlich vorwärtsmachen mit der schon lange angedachten Bewerbung des Gotthardgebiets als Unesco-Weltkulturerbe, fordert Raffaele De Rosa, CVP-Kantonsparlamentarier und Leiter der regionalen Behörde für Wirtschaftsentwicklung mit Sitz in Biasca.

Mit den spektakulären Kehrtunneln und Viadukten liessen sich Touristen anlocken, die Hotels und Restaurants wieder füllen, sagt der Standortvermarkter. «Doch der Bund schiebt die Unesco-Kandidatur auf, und die alte Gotthardlinie wird aus Kostengründen kaputtgemacht.»

Tatsächlich findet das zuständige Bundesamt für Kultur immer neue Gründe, wieso die Kandidatur bei der Unesco nicht angemeldet wird. Solange man nicht wisse, wie die alte Gotthard-Bergstrecke genutzt werde, könne man sie nicht als Unesco-Welterbe anmelden, sagt Oliver Martin, Leiter Heimatschutz und Denkmalpflege.

Vor einigen Jahren hiess es, eine Kandidatur sei nicht opportun, da ein Schweizer im Entscheidgremium der Unesco sitze. Ein politischer Wille der Schweiz, die einzigartige Verkehrs- und Kulturlandschaft im Welterbe eintragen zu lassen, ist nicht zu erkennen.

Verlorener Glanz in Biasca. Eine Trendstudie des Bundes zeichnet schwarz für die Zukunft der Leventina.

Verlorener Glanz in Biasca. Eine Trendstudie des Bundes zeichnet schwarz für die Zukunft der Leventina.

Geschieht nichts, könnte es vielerorts in der Leventina und in den peripheren Gebieten des Kantons Uri schon bald Lichter löschen heissen: Eine Trendstudie des Bundesamtes für Raumentwicklung kam letztes Jahr zum Schluss: «Insgesamt dürfte sich die Entwicklung der Beschäftigten stark auf den industriell geprägten Urner Talboden und das Tourismusresort Andermatt konzentrieren, während die peripheren, landwirtschaftlich geprägten Gebiete Arbeitsplätze verlieren dürften.»

Die Abwanderung sei nicht zu stoppen. Und nicht minder schwarz zeichnet es die Zukunft der Leventina, wo die wegbrechenden Aufträge aus dem Tunnelbau nicht zu kompensieren seien und die Überalterung verstärkt fortschreiten werde.

Palazzo Administrativo, Via Giovanni Jauch, Bellinzona. Hier, im Hauptgebäude der Kantonsverwaltung, kann man die Angst der Menschen vor dem neuen Gotthardtunnel nicht verstehen. «Es ist unbestreitbar, dass der Basistunnel die Attraktivität unseres Kantons verstärken wird», sagt Finanz- und Wirtschaftsdirektor Christian Vitta. «Diese neue Infrastruktur öffnet eine neue Tür für zahlreiche Chancen.»

In einer vom Kanton Tessin Ende 2012 veröffentlichten Studie werden dank dem neuen Tunnel 700 bis 1400 neue Arbeitsplätze vorausgesagt. Hauptnutzniesser der verbesserten Verkehrsanbindung an die Märkte Italiens und Nordeuropas würden der Dienstleistungssektor sein – einschliesslich des Tourismus – sowie die schon heute wirtschaftlich am meisten entwickelten Regionen. Mit anderen Worten: Am meisten profitieren vom Tunnel die Regionen Lugano, Bellinzona und Locarno, aber nicht die Bergtäler.

Biasca. Die Leventina verfüge über «interessantes Potenzial», so Wirtschaftschaftdirektor Christian Vitta.

Biasca. Die Leventina verfüge über «interessantes Potenzial», so Wirtschaftschaftdirektor Christian Vitta.

Trotzdem verfüge auch die Leventina nach der Eröffnung des Tunnels über ein interessantes Potenzial, sagt Vitta. Der Kanton unterstütze viele Initiativen, die dieses ausschöpfen wollten. So gibt es Überlegungen, die alte Gotthard-Bergstrecke als touristische Attraktion zu vermarkten, ähnlich wie es heute der Glacier-Express zwischen St. Moritz und Zermatt tut.

Um die strukturschwachen Bergtäler mit neuem Leben zu füllen, haben die Kantone Uri, Tessin, Wallis und Graubünden das Programm San Gottardo 2020 ins Leben gerufen. Dieses entwickelt touristische und landwirtschaftliche Angebote und will die Naturschönheiten und Kulturangebote des Gotthardraums besser vermarkten.

Das grösste Projekt, das in den Schubladen der Programmentwickler liegt, ist eine riesige Eisbahn auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Ambri. Im Win­ter wird er zurzeit als Parkplatz bei Eishockeyspielen des HC Ambri-Piotta genutzt. Nun soll er eine der längsten Eispisten der Welt werden – und so Zehntausende Besucher in die Leventina locken.

«Die Gefahr ist gross, dass die Neat für das Tessin zu einer Enttäuschung wird», sagt Marco Solari, der langjährige Präsident von Tessin Tourismus.

Der Tunnel berge viele Chancen, aber auch ein grosses Risiko, sagt Elio Frapolli, Direktor der Vermarktungsorganisation Tessin Tourismus. «Das Tessin hat verschiedene Jahre geschlafen und von der Vergangenheit gelebt. Jetzt bietet uns der Tunnel eine grosse Chance.»

Diese müsse aber auch genutzt werden, das Tessin müsse aufwachen. «Der neue Tunnel alleine garantiert noch gar nichts. Wenn wir nur warten, dass er öffnet, dann verlieren wir.» Dieses Risiko bezeichnet Frapolli als gross. Während der Tagestourismus aus der Deutschschweiz mit Sicherheit zulege, könnte der Übernachtungstourismus weiter schrumpfen, wenn sich die Hoteliers, Gastwirte und Museumsbetreiber nicht ­bewegten.

Biasca. «Wir sind beim Strukturwandel etwa in der Mitte angekommen», sagt Tourismusdirektor  Elio Frapolli.

Biasca. «Wir sind beim Strukturwandel etwa in der Mitte angekommen», sagt Tourismusdirektor Elio Frapolli.

Frapolli spricht auf die Tatsache an, dass viele altersschwache Tessiner Hotels nicht den heutigen Gästebedürfnissen genügen. Restaurants mit mässigem Service, aber hohen Preisen sind zuhauf anzutreffen, Museen und Tourismusbüros sind mittags geschlossen, wenn die Tagestouristen anwesend sind.

In Faido etwa ist es einfacher, sich im örtlichen Reisebüro über Ägypten, Zypern und Griechenland zu informieren als über Faido selber. Ein paar spärliche Prospekte für Touristen liegen im Gemeindehaus, doch dieses ist nur von Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr geöffnet. Am Wochenende, wenn die meisten Tagestouristen kommen, bleibt ihnen nur eine Infotafel am Dorfplatz. Doch die ist in schlimmstem Bürokraten-Italienisch gehalten – statt die schmucken Dörfer in der Umgebung mit attraktiven Texten und Bildern ­anzupreisen.

Tourismusdirektor Frapolli ist sich bewusst, dass noch viel zu tun ist. «Wir sind beim Strukturwandel etwa in der Mitte angekommen», sagt er. Sprich: Es werden noch einige Jahre vergehen, bis alle maroden Hotels geschlossen oder auf Vordermann gebracht sind.

Nun reisst Tessin Tourismus das Steuer herum. Das Marketing wurde verstärkt, Pauschalangebote wurden kreiert, der interaktive Auftritt des Tessins modernisiert, an den grossen Bahnhöfen Bellinzona und Lugano werden neue Touristeninformationsbüros gebaut, und seit Anfang Jahr besucht ein eigens dafür angestellter Hos­pitality-Manager die Hoteliers. Er gibt ihnen Tipps, wie sie ihre Qualität heben können.

Zur Eröffnung des Basistunnels hat Tessin Tourismus vom Kanton ein Sonderbudget von 2 Millionen Franken erhalten.

Der neue Tunnel soll 700 bis 1400 neue Arbeitsplätze schaffen. Aber nicht für Biasca - sondern  für die die schon heute wirtschaftlich am meisten entwickelten Regionen.

Der neue Tunnel soll 700 bis 1400 neue Arbeitsplätze schaffen. Aber nicht für Biasca - sondern für die die schon heute wirtschaftlich am meisten entwickelten Regionen.

Ob das genügt, muss sich erst noch weisen. Marco Solari, der sonst so optimistische Präsident des Filmfestivals Locarno und langjährige Präsident von Tessin Tourismus, macht sich grosse Sorgen um seinen Kanton. «Die Gefahr ist gross, dass die Neat für das Tessin zu einer Enttäuschung wird, falls es uns nicht gelingt, wirtschaftlich beweglich, akademisch innovativ und kulturell ini­tiativ zu sein.»

Das gelte nicht nur für die Leventina, sondern selbst für Lugano, Locarno, Bellinzona. Denn auch dort sei längst nicht alles bestens bestellt. «Wenn das Tessin die Chance nicht packt, dann liegt es unter der Brücke Zürich–Mailand, die nun eröffnet wird. Dann wird der Kanton wieder, was er einmal war: eine Randregion. Ein wenig Altersheim, ein wenig Subventionsempfänger.»

Text
Peter Burkhardt

Fotos
Stefano Schröter

Gestaltung
Andrea Bleicher